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“Trutz” von Christoph Hein am 6. Dezember im SchauSpielHaus

Kulturbon Tipp
  • Rubrik Theater
  • Deutsches SchauSpielHaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg
  • Hamburg
  • 29.40 (42)
  • Der Kulturpreis gilt für die Vorstellung am 6. Dezember um 20.00 Uhr in der Platzgruppe B. „Diktaturen sind ironiefreie Zonen, wie Maykls Mutter einmal feststellt. Aber ertragen kann man das Elend, wenn nicht durch seliges Vergessen, dann nur mit Humor. An diese Inszenierung wird man sich lange erinnern.“ (Neue Presse Hannover)
  • Gültig bis: 06.12.2019
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Deutsches SchauSpielHaus
"Trutz"
von Christoph Hein in einer Bühnenbearbeitung von Dušan David Pařízek
Regie: Dušan David Pařízek
Übernahme vom Schauspiel Hannover, Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen / Repertoire

Maykl Trutz kann nicht vergessen. Er kann das Schicksal seiner Eltern, die vor den Nazis voller Hoffnung in die Sowjetunion flüchten und dort – wie der befreundete russische Linguist Gejm und seine Familie – dem stalinistischen System zum Opfer fallen, nicht vergessen. Als 18-Jähriger kehrt Maykl nach Deutschland zurück, in die DDR. Doch die Erinnerung an das Gewesene lässt ihn nicht in die Jugendorganisation FDJ eintreten und nach der Wende einen Prozess gegen einen Stasimann anstreben, bei dem er nicht Recht bekommt.

So wie Maykl nicht vergessen kann, will Christoph Hein nicht vergessen und schreibt mit »Trutz« ein großes Erinnerungsbuch über die grausamen Verflechtungen und die wechselvolle Leidgeschichte, die im vergangenen Jahrhundert gerade Deutschland und Russland bzw. die Sowjetunion prägten. Ein Jahrhunderttext in mehrfacher Bedeutung: ein Jahrhundert umgreifend, ein Jahrhundert verstehbar machend und ein schmerzhafter, aber hellsichtiger Rückblick: Weil Geschichte nicht einfach vorbei ist, weil das, was war, uns und unser Handeln heute beeinflusst, mit der Geschichte heutige Politik legitimiert wird.

Mit: Sarah Franke, Henning Hartmann, Markus John, Ernst Stötzner
veröffentlicht am 28.11.2019